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So wird das Interaktiv-Jahr 2014: Daten treiben die Branche
16.12.2013 Im Vergleich zum Jahr 2013 werden sich 2014 die Prioritäten im immer stärker granularisierten Onlinemarketing verschieben. Das abgelaufene Jahr war die Hochzeit der Social-Integration ins Marketing. 2014 bestimmt die Technik.
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Trends sind für gewöhnlich keine abgeschlossenen Phänomene, sondern ähneln eher Wellen. Deswegen werden wir in den kommenden 18 Monaten zwei Haupttrends im interaktiven Marketing sehen:
- Das 'Alles wird sozial' - der Haupttrend des Interaktiv-Jahres 2012/2013 - wird uns auch noch bis ins Jahr 2014 (und darüber hinaus) begleiten. Noch immer sind die Aspekte des 1:1-Marketings nicht vollständig in den einzelnen Marketingdisziplinen abgebildet.
- Die Konvergenz der Disziplinen, bedingt durch eine größere Menge von Daten, die aus der Personalisierung und dem Crosschannel-Ansatz entstehen, um diese 1:1-Kommunikation technisch überhaupt möglich zu machen - und sie im zweiten Schritt auch zu überwachen. Auch dieser Trend wird die kommenden Jahre bestimmen.
Eher technisch getriebene Entwicklungen wie das Fortschreiten der Digital- und der 'Mobile'isierung sind nötige Infrastruktur-Voraussetzungen, gehören aber nicht zu den von der Branche aktiv steuerbaren Entwicklungen. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigt dies deutlich, welcher enormen Dynamik das Onlinemarketing unterliegt.
Relativ eindeutig lässt sich feststellen, dass derzeit im Kundenbereich verhältnismäßig viel passiert, während sich in der Vergangenheit in diesem Segment recht wenig tat. Im Bereich Prozessoptimierung - also im Backend - hingegen geschieht weiterhin sehr viel. Unternehmen versuchen verstärkt, vorhandene Informationen, Werkzeuge und Kenntnisse in den eigenen Geschäftsprozessen so einzusetzen, dass diese zur erfolgreicheren Umsetzung der Unternehmensziele dienen. Auch in den Schnittstellen zwischen dem Unternehmen und seinen Prozessen einerseits und jeweils dem Kunden, kommen relativ viele Themen in den Fokus der Marketingentscheider.
Unter dem Strich ist das Onlinemarketing künftig verstärkt datengetrieben. Der Fokus liegt darauf, aus der Fülle vorhandener, aber unstrukturierter Daten handlungsrelevante Informationen zu extrahieren und als Basis für optimierte Marketingaktionen zu nutzen. Datenanalysen und Datenverwertung sollen eine realistischere Sicht auf den Kunden sowie als Basis für Echtzeitentscheidungssysteme dienen. Werkzeuge sind semantische Techniken, die statistische Methoden ergänzen. Online und offline gewonnene Daten werden gesammelt, analysiert, interpretiert, mit anderen existierenden Informationen in Beziehung gesetzt: Situationsbezogen in Echtzeit oder als Trendaussage für die Zukunft.
In Zeiten der Social-Media-Etablierung wollen Unternehmen, dass Nutzer sie wie ihre Freunde behandeln. Das führt dazu, dass Nutzer dasselbe von den Unternehmen erwarten. Asynchrone Kommunikationskonzepte werden scheitern, bei denen Unternehmen als Freunde, aber Nutzer nur als Zahl, als Statistikmaterial behandelt werden. Targeting - auch intelligentes, auch semantisches, kann kein Ersatz von Social-CRM-gestütztem 1:1-Marketing sein. Lediglich eine Ergänzung. Nur mit 1:1-Marketing verwandeln sich Vorurteile und Vermutungen in einen Kundendialog.
Damit rückt unter anderem der Kundenservice wieder in den Vordergrund. Denn der Großteil der onlinebasierten Geschäftsmodelle, beispielsweise E-Commerce, der den Kunden mit niedrigen Preise verführt und vornehmlich als Selbstbedienungsladen funktioniert, ist tot. Der Kunde wird autonomer. Seine Bedürfnisse werden komplexer und unberechenbarer. Er befriedigt sie zunehmend über Services. Echtzeit-Kundenservice wird daher immer wichtiger. Dazu zählen auch Service-Angebote im Bereich Logistik, der immer stärker kundenindividuell geprägt ist.
Nachdem nun mehr 3D-Drucker-Läden eröffnen, wird diese Drucktechnik für die Branche wichtiger. Denn die Weiterentwicklung hat das Potenzial, an bestehenden und bisher grundfesten Definitionen der gesamten Prozesskette zu rütteln.
Die iBusiness-Trendprognosen im Rückblick - und die jeweilige Trefferquote
Alljährlich liefert die iBusiness-Redaktion zu Jahresende die Prognosen für das kommende Jahr. Damit die Interaktiv-Entscheider wissen, was sie erwartet. Weil Prognosen für gewöhnlich schwierig sind, wenn sie auf die Zukunft gerichtet sind, müssen wir uns ja auch dem harten Reality-Check stellen: Was ist eingetroffen, wie wir es prognostiziert haben? Das kann man nur im Rückblick sagen.
Deswegen der Rückblick auf die vergangenen iBusiness-Prognosen. Damit Sie erahnen können, mit welcher Wahrscheinlichkeit wohl unsere Prognosen 2014 eintreffen werden:
