Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Interaktiv-Trends 2014 (10): Pure Player drängen an den POS

24.12.2013 Der persönliche Kontakt zum Kunden wird vor allem für Online-Pure-Player immer wichtiger. Deshalb werden wir in den kommenden zwölf Monaten beobachten können, wie es immer mehr von ihnen in den stationären Handel zieht. Sei es mit Popup-Stores, Shop-in-Shop-Systemen oder eigenen Filialen. 2014 wird das Jahr des Crosshannel-Handels.

 (Bild: Weirdchina/Flickr)
Bild: Weirdchina/Flickr
Bild: Weirdchina/Flickr unter Creative Commons Lizenz by
2014 werden sich mehr Pure Player gegenüber den immer mehr werdenden Konkurrenten im Netz einen Vorteil verschaffen: am POS (Bild: Weirdchina/Flickr)
Bild: Weirdchina/Flickr
Bild: Weirdchina/Flickr unter Creative Commons Lizenz by
2014 werden sich mehr Pure Player gegenüber den immer mehr werdenden Konkurrenten im Netz einen Vorteil verschaffen: am POS

HANDLUNGSRELEVANZ

 
Operativ
Strategisch
Visionär
Technik
Medien
Wirtschaft
 
heute
morgen
übermorgen
Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
Der Endkunde denkt nicht in Vertriebskanälen. Für ihn zählt Online, Mobile und stationär nicht - denn er will einfach nur shoppen, egal wo, am besten überall. Das werden 2014 auch immer mehr Pure Player einsehen und den Schritt aus dem virtuellen Verkaufsraum Internet in den stationären Handel wagen.

Hinzu kommt, dass die Luft im E-Commerce enger wird: Auf der einen Seite drängen immer mehr Start-ups in den Onlinehandel, auf der anderen Seite sind es viele stationäre Geschäfte, die 2014 online gehen werden. Experten sind sich einig: "Kanalübergreifende Ansätze nehmen zu", sagt die Studie "Trends im Handel 2020" von KPMG   und EHI  . Gleichzeitig bestätigt sie, dass die Eröffnung eigener lokaler Geschäfte durch bisher reine Onlinehändler zunimmt.

Zwar scheint die Hürde erst einmal groß, an den Point of Sale zu gehen, aber es muss ja nicht gleich die deutschlandweite Filialkette sein. Pure Player werden immer mehr unterschiedliche Crosschannel-Strategien für sich entdecken: Schließlich geht Offline-Expansion für Onlineshops auch günstig, mit wenig Aufwand und sogar skalierbar. Je nachdem, wie hoch die Initial- und Betriebskosten sein dürfen, welches Risiko akzeptabel ist und wie groß die Reichweite und der Arbeitsaufwand sein sollen beziehungsweise dürfen, werden sich die Crosschannel-Shops für eine oder mehrere der folgenden sechs Strategien entscheiden:
  1. Platzierung von Produkten der Eigenmarke in Partnerläden
  2. Event-Popups
  3. Zeitlich begrenzte Popup-Stores
  4. Showroom, meist am Firmensitz
  5. Rollout von Shop-in-Shops in Partnerläden
  6. Rollout eigener, stationärer Läden

Platzierung in Partnerläden Event-Popups Popup-Stores Showroom Rollout von Shop-in-Shops Rollout stationärer Läden
Vorteile - günstig
- große Reichweite
- Versand- und Retouren-Management
- persönlicher Kundenkontakt
- Publikum gezielt auswählbar
- Werbung ohne Werbecharakter
- Eigenregie
- evtl. mediale Aufmerksamkeit
- Shop mit Eventcharakter
- Eigenregie
- wenig Aufwand
- repräsentativ für Kunden und Partner
- zum Großteil Eigenregie
- profitiert von der Laufkundschaft des Kaufhauses
- Versand- und Retouren-Management
- Eigenregie
- maximale Reichweite und Präsenz
- Versand- und Retouren-Management
Nachteile - nur für exklusive Produkte
- wenig Eigenregie über Präsentation
- rudimentäre Shopgestaltung
- kein Verkauf
- kleine, wenig spezifische Reichweite
- komplette Shopausstattung nötig
- geringe Reichweite - nur für etablierte Onlinehändler
- muss Anspruch des Kaufhauses genügen
- hohes Risiko
- nur für etablierte Onlinehändler
Reichweite groß, hoher Streuverlust klein, aber zielgruppenspezifisch klein, mittlerer Streuverlust klein, mittlerer Streuverlust groß, mittlerer Streuverlust groß, mittlerer Streuverlust
Marketing vs. Abverkauf Marketing: 20%, Abverkauf: 80% Marketing: 95%, Abverkauf: 5% Marketing: 85%, Abverkauf: 15% Marketing: 50%, Abverkauf: 50% Marketing: 20%, Abverkauf: 80 Marketing: 20%, Abverkauf: 80%
Betriebskosten € €€ €€€ €€€€ €€€€€ €€ €€€€€ €€€€€
Initialkosten * ** *** *** ***** *** ***** *****

Dass die Crosschannel-Aktivitäten von ehemaligen Pure Playern Erfolg versprechen, zeigen einige prominente Beispiele: Der Online-Lebensmittelhändler Food.de   etwa präsentiert sich regelmäßig auf Endkundenveranstaltungen, die sich mit den Themen Online und Genuss auseinandersetzen. Ziel ist es dabei in erster Linie, den Kunden über den Online-Lebensmittelhandel aufzuklären und eventuelle Bedenken aus dem Weg zu räumen. Mymüsli   dagegen fährt eine ganz andere Strategie: Die Müslidosen stehen mittlerweile in den Regalen von einigen hundert Supermärkten. Die Otto-Tocher Lascana   will mit den mittlerweile 300 Shop-in-Shop-Flächen im In- und Ausland in die Reichweite erhöhen. Und auch an ehemaligen Pure Playern, die ganze Ladenketten betreiben, mangelt es nicht: Zu ihnen zählen Bonprix  , Cyberport  , Notebooksbilliger.de  , Digitec   und Reuter.de  .

Die E-Commerce-Branche wird erwachsen und die Händler professionalisieren sich immer mehr. Dazu gehört auch, dass sie neue Märkte erschließen, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Wie den Offline-Handel.


Vier Szenarien zur Zukunft des Crosschannel-Handels

Best-Case-Szenarien
Worst-Case-Szenarien
Aktiv
60%
Best-Case-Szenario

Offline und Online verschmelzen

Onlineshops können es sich kaum noch leisten, nur online verfügbar zu sein. Die meisten setzen neben dem Versandhandel auf stationäre Touchpoints mit dem Kunden. Seien es nun Stände auf Veranstaltungen oder ein europaweites Filialnetz.

Aktiv
5%
Worst-Case-Szenario

Crosschannel floppt

Die stationären Bemühungen der meisten Pure Player scheitern, weil sie sich die Ladengeschäfte in den besten Lagen nicht leisten können und in den B- und C-Lagen nicht genügend Laufkundschaft vorbeikommt. Ausschließlich im Möbel-Versandhandel und in anderen Branchen teurerer, erklärungsbedürftiger Produkte lohnen sich Showrooms.

Passiv
15 %
Best-Case-Szenario

Die Großen verkaufen kanalübergreifend

Kleine Pure Player bleiben auch in Zukunft im Internet, weil der stationäre Handel zu teuer für sie ist. Aber die meisten Shops aus den Top 200 gehen an den Point of Sale, auf Events und in Showrooms. Daher können sie vor allem bei ausschließlich stationären Händlern Umsätze abgreifen.

Passiv
20%
Worst-Case-Szenario

Kooperationen boomen

Große Pure Player gehen vermehrt mit eigenen Läden und Shop-in-Shops offline. Kleine Onlinehändler knüpfen vermehrt Kooperationen mit bestehenden stationären Einzelhändlern und verkaufen ihre - exklusiven - Produkte über die Regale der Partner.

Thema: Interaktiv-Trends 2014 (10): Pure Player drängen an den POS

Kommentar von Verena Gründel

Die große, weite Offline-Welt wartet

Wer die sicheren Mauern des Internets verlässt, auf den wartet die große weite Multichannel-Welt, die neue Kunden und intensive Kundenbeziehungen verspricht. Doch das Offline-Knowhow ist keinem Pure Player in die Wiege gelegt. Gut, dass es Möglichkeiten gibt, den stationären Kanal erst mal zu testen.

Weiterlesen
Verena Gründel, iBusiness (Privat)
Bild: Privat
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
Verwandte Beiträge zu dieser Analyse
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: