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Interaktiv-Trends 2014 (1): Konsolidierung im E-Commerce

07.01.2014 Viele, vor allem kleine Onlinehändler kämpfen mit der immer größer werdenden Konkurrenz. Die ECommerce-Umsätze rechnen sich einfach nicht. Das Jahr 2014 werden etliche von ihnen nicht überleben.

 (Bild: Kev-shine Flickr)
Bild: Kev-shine Flickr
Bild: Kev-shine Flickr unter Creative Commons Lizenz by
Etliche Onlinehändler werden das Jahr 2014 nicht überstehen (Bild: Kev-shine Flickr)
Bild: Kev-shine Flickr
Bild: Kev-shine Flickr unter Creative Commons Lizenz by
Etliche Onlinehändler werden das Jahr 2014 nicht überstehen

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Die Luft im Onlinehandel wird dünner - so dünn, dass etliche Shops 2014 an Sauerstoffmangel eingehen werden. Immerhin müssen sich rund 1,3 Millionen deutsche ECommerce-Unternehmen den online zu generierenden Umsatz teilen - der 2013 laut dem Bundesverband Versandhandel BVH   38,9 Milliarden Euro betragen soll. Doch die Verteilung ist nicht mal ansatzweise ausgeglichen: Denn den Löwenanteil davon streicht Amazon ein.

Die Plätze zwei bis zehn im iBusiness-Onlineshop-Ranking wiegen ebenfalls schwer: Im vergangenen Jahr erwirtschafteten allein die Top 10 zusammen 35 Prozent des ECommerce-Gesamtumsatzes. Deshalb haben es gerade die kleineren Onlineshops - allen voran kleine Pure Player - immer schwerer, sich online gegen die Konkurrenz zu behaupten.

Die Konkurrenz kommt von allen Seiten


Im Laufe des Jahres 2014 ist es nun soweit, dass wir den Beginn der Konsolidierung unter Onlinehändlern sehen werden. Durch die wachsende Konkurrenz von
Der deutsche ECommerce-Markt 2013 nach Unternehmen
Der deutsche ECommerce-Markt 2013 nach Unternehmen (Grafik: HighText Verlag)
  1. Markenshops, die vermehrt online gehen,
  2. stationären Händler, die einen Onlineshop eröffnen, und
  3. wagniskapitalfinanzierten Shops, die die Preise drücken,
haben es besonders kleine Shops immer schwerer. Hinzu kommt, dass der erarbeitete Vorsprung im Onlinemarkt dahingeschmolzen ist, seit E-Commerce Mainstream ist. Schließlich kann sich jeder Markenartikler, jedes Handelsunternehmen gute SEOs und Onlinemarketeers problemlos einkaufen. Viele Onlinehändler haben bei dem wachsenden Druck lange durchgehalten, aber werden nun ihre digitalen Läden dichtmachen müssen, da sich der Verkauf nicht lohnt. Im Laufe des Jahres wird der Beginn dieser Konsolidierungswelle eingeläutet werden.

Diese Welle bewirkt aber nicht nur eine Schließung von Shops: Andere wiederum werden fusionieren, um aus der Nische herauszukommen oder sie zumindest zu vergrößern, Synergieeffekte bei Marketing, SEO oder Logistik nutzen zu können und gleichzeitig die Reichweite zu erhöhen. Oder Konkurrenten werden sich gegenseitig übernehmen, sodass die Vielfalt sinkt und große Shops noch größer werden.

Alle Shops, denen das Alleinstellungsmerkmal fehlt, die nicht selbst als Markenartikler auftreten und die kleine Skalierungseffekte nutzen können, werden es nicht nur in den nächsten zwölf Monaten schwer haben - sondern auch darüber hinaus.
Thema: Interaktiv-Trends 2014 (1): Konsolidierung im E-Commerce

Kommentar von Verena Gründel

Höchste Zeit, die Strategien zu forcieren

Wer sich jetzt noch einiges überlegt, um die Verkäufe anzukurbeln oder neue Märkte zu erschließen, sollte der Konsolidierungswelle entkommen können.

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Verena Gründel, iBusiness (Privat)
Bild: Privat
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