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Interaktiv-Trends 2022/2023 (8): Mehr Budgets für Online Audio
20.12.2021 Werbebudgets fließen auch im Audiobereich zunehmend in digitale Kanäle. Denn die Nutzerzahlen steigen verlässlich und der Markt professionalisiert sich weiter. Die Treiber dieser Entwicklung:
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Budgets fließen also auch im Audiobereich zunehmend in das Digitale - auch wenn die linearen, werbefinanzierten Radioangebote nach wie vor den Löwenanteil einnehmen. Doch sie müssen Verluste hinnehmen: Laut dem Verband Vaunet gingen 2020 die Netto-Werbeumsätze für Radio um 9,1 Prozent auf 713 Millionen Euro zurück, 2021 sinken sie voraussichtlich um weitere fünf Prozent auf 677 Millionen Euro. Obwohl auch die linearen Radioangebote mehr Hörerinnen und Hörer verzeichnen.
Im Gegensatz dazu wuchsen die Nettowerbeumsätze aus Werbung in Audio-Streamingangeboten im Corona-Krisenjahr 2020 um 8,3 Prozent auf 65 Millionen Euro. Für 2021 prognostiziert Vaunet ein Umsatzwachstum von 16 Prozent auf rund 75 Millionen Euro. Die Fokusgruppe Audio im BVDW rechnet für 2021 sogar mit einem Gesamtumsatz von 78 Millionen Euro, wobei rund 20 Millionen Umsatz auf den boomenden Podcast-Markt entfallen sollen.
Einer Prognose des IAB Europe zufolge wird sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren beschleunigen. Demnach wurden 2020 in Europa rund 500 Millionen Euro in Digital Audio investiert, ein Plus von 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Digitalverband erwartet in seiner Prognose einen Anstieg der Werbeausgaben im Jahr 2023 auf rund 1,5 Milliarden Euro.
