Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Google AdWords verzichtet auf Mindestpreise
22.08.2008 Google will in Kürze die Mindestgebote bei AdWords streichen. iBusiness befragte SEM-Agenturen, was der Wegfall der Mindestangebote für ihre Kunden und den Markt für Suchmaschinenmarkting bedeutet. Generell raten sie den Werbungtreibenden zu speziellerem Keywording, das nun von Google bevorzugt behandelt wird.
An die Stelle der Mindestgebote für Suchbegriffe, die seit 2005 Teil des 'Quality Score' sind, soll nun der 'First Page bid' anzeigen, wie viel eine Anzeige auf der ersten Google-Seite kostet. Der 'First Page bid' wird geschätzt und der 'Quality Score', der auch Parameter wie die Qualität der Landing Page und die Ladezeit der Seite des Werbungtreibenden enthält, soll nun in Echtzeit berechnet werden. Damit will Google nach eigener Aussage für die Nutzer nur "die relevanteste Werbung" ausliefern und zudem für den Anzeigenbucher bessere Leads schaffen. Im Gegensatz zur bisherigen Praxis werden Anzeigen auch nicht mehr abgesetzt ('inactive for search'), sondern laufen weiter, dafür müssen Anzeigenkunden in der Praxis allerdings verstärkt ihr Konto aktiv verändern.
SEM-Experten sind sich derzeit nicht einig, ob die Anpassungen auch zu relevanten Veränderungen im Suchmaschinenmarketing führen werden. "Große, relevante Suchbegriffe werden durch Googles neues Modell kaum Veränderungen bei den Preisen erleben", sagt Markus Hövener , Geschäftsführer von Bloofusion . Allerdings sieht Hövener in Googles Bekenntnis zu speziellen Keywords eine Chance für Werbuntreibende. Wer 'Wandern in Spanien' statt 'wandern' als Keyword buche, fahre künftig eindeutig besser.
Das sieht auch Michael Gröger so, SEM-Account-Manager bei iCrossing . Belohnt würden diejenigen, die ihre Keyword-Konten aktiv verwalten. "Immer wichtiger wird das longtail Keywording. Wer längere zusammengesetzte Keyords einbucht, wird diese günstiger ersteigern können. Voraussetzung im Bereich Longtail-Keywording ist dann aber die Einbuchung von mehreren tausend Keywords; Konten mit sehr allgemeinen oder kurzen Suchworten werden tendenziell teurer werden. In bereits engen und teuren Suchwortmärkten - etwa bei Versicherungs- und Bankbegriffen werden die Preise mittelfristig wohl weiter anziehen", sagt Gröger.
Voraussetzung sind dann aber Einbuchungen von mehreren tausend Keywords. In bereits engen und teuren Suchwortmärkten - etwa bei Versicherungs- und Bankbegriffen würden die Preise mittelfristig wohl weiter anziehen, schätzt er.
"Durch den Wegfall der Mindestgebote wird es Veränderungen geben. Für die Kunden werden neue Keywordkonten zunächst günstiger werden. Bei diesen Konten ohne Historie muss der Kunde Google nun nicht mehr wie bisher beweisen, dass ein Suchwort weniger wert ist, als das Mindestgebot. Stattdessen kann er beispielsweise gleich mit 20 Cent starten", so Gröger.
Tim Ringel , Geschäftsführer von metapeople erwartet, dass die veränderten AdWord-Klauseln vor allem bei kleinen Firmen und Mittelständlern positiv aufgenommen werden, die Google seit einiger Zeit verstärkt umwirbt. Für sie falle mit dem Mindestgebot eine psychologische Barriere weg. Er hält es für möglich, dass kleinere Unternehmen durch das transparentere 'First Page bid' schneller Erfolg mit SEM-Kampagnen haben könnten als bisher.

