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Interaktiv-Trends 2016/2017 (8): Crosschannel-Handel wird Mainstream
28.12.2015 Im neuen Jahr wird aus Theorie endlich Praxis. Online-Pure-Player wie Einzelhändler mit Stationär-DNA entwickeln Crosschannel-Strategien und stellen sich in Sachen kanalübergreifender Handel endlich professionell auf.
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Das wird sich in den folgenden 24 Monaten ändern. Die Händler haben das Thema Crosschannel inzwischen so verinnerlicht, dass den Reden nun Taten folgen. Crosschannel wird Mainstream. Die Händler versprechen sich dadurch drei Vorteile:
Vorteile und Nutzen von Crosschannel
- Die stationären Händler wollen dem Frequenzrückgang im stationären Handel entgegen gehen. Sie wollen online auffindbar werden, um den Kunden in den Laden zu locken. Und sie möchten dem Kunden eine Möglichkeit bieten, bei ihm zu bestellen, auch wenn er es nicht in den Laden schafft. Crosschannel-Services wie Click&Collect oder Retournieren im Laden gehören selbstverständlich dazu.
- Online-Pure-Player wollen eine persönliche Beziehung zum Kunden aufbauen und ihrem Shop ein Gesicht geben. Außerdem wollen sie den Kunden in Ballungsgebieten die Chance geben, ihre Pakete selbst abzuholen - und sie möchten nebenbei vom Cross-Selling profitieren.
- Außerdem möchten beide Seiten mit einer Crosschannel-Strategie ihr Image aufpolieren. Denn laut einer Studie vom ECC Köln und Hybris Software halten die deutschen Konsumenten Händler, die beide Kanäle bedienen, für innovativer, kundenfreundlicher, spannender und sympathischer. Stationäre Händler gelten zwar im Vergleich zu Online-Pure-Playern als altmodischer, punkten dafür jedoch mit Seriosität und Vertrauen. Pure Player sind in allen Punkten nur Mittelmaß.
Technische Voraussetzungen werden geschaffen
Auch die technischen Voraussetzungen für den kanalübergreifenden Handel werden immer mehr geschaffen. Inzwischen gibt es zahlreiche Shopsoftware-Systeme, die insbesondere Crosschannel-Händler adressieren, wie iBusiness in der Shopsystem-Übersicht zeigt. Und auch umgekehrt integrieren POS-Software-Anbieter vermehrt Crosschannel-Funktionen, wie zum Beispiel die Übernahme der SaaS-Commerce-Plattform SEOshop durch den POS-Software-Anbieter Lightspeed POS zeigt. Dadurch wird das einstmalige Mammut-Projekt, das Warenwirtschaftssystem mit dem Onlineshop zu verknüpfen und Informationen von beiden Kanälen in Echtzeit zur Verfügung zu stellen, endlich einfacher.Durch immer mehr intelligente Crosschannel-Strategien im Handel bekommen auch viele stationäre Filialen einen neuen Anstrich. Crosschannel-Services werden zu einem festen Bestandteil von Store-Konzepten. Deshalb planen mehr als 70 Prozent der Händler, ihre Ladeninvestitionen um bis zu zehn Prozent zu steigern, wie aus einer EHI-Studie hervorgeht. Zwei Drittel rechnen mit einer Verkürzung der Renovierungszyklen. Laut einer iBusiness-Analyse (14 Crosschannel-Technologien in der Einzelanalyse: Wo Händler 2016 investieren müssen) sind die folgenden fünf die wichtigsten POS-Technologien für den Crosschannel-Handel in 2016:
- Kundenbindungskarte (Bedeutung in 2016: 9 von 10 Punkten)
- Click & Collect (Bedeutung in 2016: 8 von 10 Punkten)
- Instore-Retoure (Bedeutung in 2016: 8 von 10 Punkten)
- Online-Anzeige des Offline-Warenbestands (Bedeutung in 2016: 7 von 10 Punkten)

