Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Durchleuchtet (II): Das taugen die wichtigsten Enterprise-Marketing-Suites der Oberliga
22.07.2015 Digitales Marketing ist ein komplexer Prozess, der nur mit hochkarätiger Software-Unterstützung bewältigt werden kann. Doch die wenigsten Suites können den hohen Anspruch erfüllen. iBusiness hat die wichtigsten Enterprise-Lösungen durchleuchtet und sagt, was sie wirklich taugen. Und für wen.
HANDLUNGSRELEVANZ
|
|
Operativ |
Strategisch |
Visionär |
|
Technik |
|
|
|
|
Medien |
|
|
|
|
Wirtschaft |
|
|
|
|
|
heute |
morgen |
übermorgen |
Zahlreiche Lösungen tummeln sich dazu auf dem unübersichtlichen Markt - iBusiness hat das Angebot in einem mehrstufigen Auswahlprozess daraufhin geprüft, welche Lösungen sich als Enterprise-Marketing-Suites für den Einsatz in Unternehmen lohnen. Insgesamt sieben Lösungen blieben am Ende übrig, die nun ausführlich besprochen werden. Nachdem in der vorausgegangenen Veröffentlichung des der ersten Hälfte des dritten Teils bereits die Produkte von Artegic , Intelli-Ad und Teradata besprochen wurden (siehe iBusiness Durchleuchtet (I): Das taugen die wichtigsten Enterprise-Marketing-Suites im mittleren Preissegment), folgen nun die Suites, die den Anspruch haben, den gesamten Workflow im Marketing abzubilden:
- Adobe Marketing Cloud
- IBM Enterprise Marketing Management
- Oracle Marketing Cloud
- Salesforce Marketing Cloud
| Artikel-Übersicht |
|---|
Teil Eins dieser umfassenden Software-Analyse zeigt, welcher Funktionsumfang für eine kundenzentrierte Enterprise-Marketing-Software erforderlich ist. Teil Zwei hat 28 Marketing-Lösungen daraufhin überprüft, ob ihr Funktionsumfang diese Anforderungen erfüllt. Zwölf Software-Lösungen haben wir dabei detailliert vorgestellt. Teil Drei unterzieht die sieben aussichtsreichsten Kandidaten einer qualitativen Prüfung. Aufgrund des Umfangs haben wir diesen Teil wiederum in zwei Beiträge gesplittet. |
Welche Enterprise-Marketing-Suites Potenzial haben
Um die vorgestellten Suites auszuwählen, hat iBusiness den Markt einer gründlichen Analyse unterzogen. Zunächst haben wir in einer eigenen Analyse erarbeitet, welcher Funktionsumfang von einer Enterprise-Lösung geleistet werden muss, um den absoluten Anspruch im kundenzentrierten Marketing zu erfüllen (siehe iBusiness: Online-Werbung: Welche Marketing-Suites zukunftsfähig sind).In einem nächsten Schritt haben wir 28 Marketing-Solutions daraufhin überprüft, ob sie diesen Anforderungen aufgrund ihres Funktionsumfangs überhaupt gerecht werden können oder ob sie eher als Einzellösung in einer Teildisziplin geeignet sind. Zwölf Marketing-Suites haben wir in dieser Untersuchung einer genauen Betrachtung unterzogen (siehe iBusiness: Marktübersicht: Zwölf Marketing-Suites für kundenzentriertes Marketing im Vergleich).
In diesem dritten Teil der Marktanalyse durchleuchten wir nun die sieben aussichtsreichsten Kandidaten auf die qualitative Umsetzung der Funktionen.
Die Anforderungen im Einzelnen
Um einen Vergleich der Systeme zu erleichtern, haben wir ein Flussdiagramm erstellt, das das komplette Funktionsset einer Marketing-Lösung abdeckt. Dies beginnt bei der Konsolidierung der Unternehmensdaten, führt über Funktionen zum Datenmanagement und -Analyse zur eigentlichen Marketing-Intelligence, die automatisiert regelbasierte Entscheidungen trifft und an das Kampagnen-Management übergibt. Dort werden die einzelnen Kanäle ausgesteuert (Mail- und Bid-Management, Programmatic Buying etc.) und im Bereich UX-Personalisierung entsprechend den Interessen, Vorlieben und Kampagnen-Zielen personalisiert und optimiert. Die Analytics trackt den Kunden kanal- und device-übergreifend und schreibt die Information über die Kundenreaktion wieder in die Marketing-Database, sodass die nächste Marketing-Aktion die Reaktion berücksichtigen kann.Daraus ergibt sich dieses Bild:
|
|---|
Funktionsbeschreibung |
|---|
Das muss eine kundenzentrierte Enterprise-Marketing-Suite leisten
Im Detail wurden die Teilbereiche der betrachteten Marketing-Suites auf die folgenden Kriterien hin überprüft. Großen Stellenwert genoss dabei aber nicht nur die Frage, wie umfassend die einzelnen Bereiche umgesetzt wurden, sondern auch, ob die Funktionen nahtlos verknüpft sind oder sich Brüche beziehungsweise Funktionsüberlappungen zeigen.- Datenkonsolidierung / Datenmanagement. Die Software muss zunächst Daten aus einer Vielzahl von Quellen zusammenfassen. Dazu zählen eigene oder fremde Analytics- und Tracking-Systeme für jeden Touchpoint ebenso wie Daten aus Customer Relation Management (CRM), PIM und ERP. Insbesondere dem CRM kommt eine besondere Bedeutung zu. Manche Anbieter reichern die vorhandenen Daten in einer eigenen Datenbank an, andere bringen ein eigenes mehr oder weniger vollständiges CRM mit. Im ersteren Fall ist von besonderem Interesse, ob die Daten in Echtzeit synchronisiert werden können.
Die vorhandenen Daten müssen um 3rd-Party-Daten ergänzt werden. Spezielle Funktionen zur Data Quality helfen bei der Konsolidierung und bereinigen beispielsweise Doubletten. Analytics-Funktionen liefern Kennziffern zu Kunden, Kampagnen und Produkten. Data Mining zeigt statistische Auffälligkeiten, Korrelationen und zeigt beispielsweise statistische Zwillinge. Zuletzt sind hier alle Funktionen angesiedelt, die das Segmentieren und Clustern von Zielgruppen erlauben.
- Marketing-Intelligence. Sie umfasst die komplette regelbasierte Marketing-Automation, also beispielsweise den Ablauf einer (Re-)Targeting-Kampagne. Zur Erleichterung sollte eine Predictive Engine anhand von historischen Daten das Kundenverhalten und den Wert des Kunden prognostizieren. Mittels verschiedener Attributions-Modelle lässt sich außerdem der Wert jedes einzelnen Werbemittels in einer Customer Journey hochrechnen. Auf diese Weise kann mittels Bid-Management und Programmatic Buying in den Kanälen Display (Web, mobile und social) und Search Medialeistung automatisiert eingekauft werden.
- Kampagnenmanagement. Hier ist zuerst die Fähigkeit zu nennen, Kampagnen über alle relevanten Kanäle auszuspielen und zu optimieren. Dazu zählen Search, Display (klassisch, mobile, Affiliate) E-Mail, Web bzw. Onlineshop, Owned-Social-Media sowie Offline-Touchpoints POS und Loyalty-Programme.
- UX-Personalisierung. Hierunter sind alle Funktionen zu verstehen, die zur Individualisierung der User Experience führen. Damit ist beispielsweise die dynamische Gestaltung des Frontends durch eine Shop- und CMS-Anbindung gemeint. Ebenso die dynamische Bannergestaltung, die wiederum ein Digital Asset Management erfordert. Zuletzt muss eine Personalisierung durch Testing und Optimierung (A/B- und mulitvariate Testings) systematisch unterstützt werden.
Um die Lösungen qualitativ beurteilen zu können, hat iBusiness einen umfangreichen Fragenkatalog entwickelt und mit jedem Hersteller ausführliche Interviews geführt. Wo immer möglich wurden diese von persönlichen Demos unterstützt. Zudem haben wie die verfügbaren Online-Quellen der Unternehmen ausgewertet.
