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Marktübersicht: Zwölf Marketing-Suites für kundenzentriertes Marketing im Vergleich
17.06.2015 Kaum eine Enterprise-Marketing-Suite, die heute nicht vollumfängliches kundenzentriertes Marketing mit 360-Grad-Blick verspricht. iBusiness hat untersucht, welche Anbieter ihr Versprechen tatsächlich einlösen. Der erste Teil der Untersuchung widmet sich dem Funktionsumfang.
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Die richtige Nachricht, zum richtigen Zeitpunkt, für den richtigen Nutzer - die Anbieter sind mit ihren Versprechungen nicht gerade bescheiden. Sie werben damit, aus einer Vielzahl von Nutzerdaten wichtige Erkenntnisse zu destillieren, diese einer Marketing-Intelligence zu überstellen, die anhand von vordefinierten Regeln die richtigen Entscheidungen fällt und dem Kunden beim nächsten Kontakt eine relevante Nachricht zeigt - aber nur, solange dies kostendeckend ist, wie die Software anhand der individuell kalkulierten Customer-Lifetime-Value (CLV) selbst berechnet. Der berühmte 360-Grad-Blick auf den Kunden ist geboren.
Selbstverständlich ist die Realität von solchen paradiesischen Zuständen noch weit entfernt. Trotzdem ist unstrittig, dass kundenzentriertes Marketing ein besonders erfolgversprechender Ansatz ist. Im Prinzip folgt er dem Gedanken, den jeder talentierte Händler auf einem Wochenmarkt hat: "Wie kann ich diesen Kunden am besten zum Kauf bewegen?". Ein klassisches Direktmarketing-Konzept, das wegen mangelnder Skalierungsmöglichkeiten lange Zeit ein (einträgliches) Nischendasein fristete. Erst die Digitalisierung hat dies schlagartig geändert: Nun ist es - zumindest theoretisch - möglich, Millionen von Werbeeinblendungen in Sekundenbruchteilen individuell an hunderttausende Nutzer auszuspielen. Direktmarketing ist massenfähig.
Eine Frage der Architektur
| Artikel-Übersicht |
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Teil Eins dieser Artikelserie prüft die Angebote von Enterprise-Marketing-Software auf ihren Funktionsumfang. Teil Zwei wird die Umsetzung, Integration und Strategie der Anbieter einer Prüfung unterziehen. |
Daraus ergibt sich eine komplexe Anforderung an die Marketing-Suite, die gleichermaßen eine gute Vernetzung, als auch eine gute Vernetzbarkeit erfordert.
Das muss eine kundenzentrierte Enterprise-Marketing-Suite leisten
Ausgehend von dieser Analyse hat iBusiness einen Anforderungskatalog entwickelt, der eine vollumfängliche Marketing-Suite beschreibt. Die Einzelfunktionen sind der besseren Übersicht wegen in sechs Kategorien zusammengefasst:- Datenintegration. Die Software muss zunächst Daten aus einer Vielzahl von Quellen zusammenfassen. Dazu zählen eigene oder fremde Analytics- und Tracking-Systeme für jeden Touchpoint ebenso wie Daten aus Customer Relation Management (CRM), PIM und ERP. Insbesondere dem CRM kommt eine besondere Bedeutung zu. Manche Anbieter reichern die vorhandenen Daten in einer eigenen Datenbank an, andere bringen ein eigenes mehr oder weniger vollständiges CRM mit oder nutzen ein bestehendes System. Im ersteren Fall ist von besonderem Interesse, ob die Daten in Echtzeit synchronisiert werden oder vor und nach jeder Marketing-Aktion ein manueller Abgleich durchgeführt werden muss. Optimalerweise kann die Software ein vorhandenes, leistungsfähiges CRM-System direkt ansprechen.
- Data-Management. Die vorhandenen Daten müssen um 3rd-Party-Daten ergänzt werden. Spezielle Funktionen zur Data Quality helfen bei der Konsolidierung und bereinigen beispielsweise Doubletten. Analytics-Funktionen liefern Kennziffern zu Kunden, Kampagnen und Produkten. Data Mining zeigt statistische Auffälligkeiten, Korrelationen und zeigt beispielsweise statistische Zwillinge. Zuletzt sind hier alle Funktionen angesiedelt, die das Segmentieren und Clustern von Zielgruppen erlaubt.
- Kampagnenmanagement. Hier ist zuerst die Fähigkeit zu nennen, Kampagnen über alle relevanten Kanäle auszuspielen und zu optimieren. Dazu zählen Search (SEA), Display (klassisch, mobile, Affiliate) E-Mail, Owned-Social-Media-Kampagnen und Loyalty-Programme. Optimalerweise sind aber auch Offline-Touchpoints wie TV, das Callcenter oder der POS integriert. Darüber hinaus müssen die Kampagnen Device-übergreifend getrackt werden.
- Marketing Intelligence. Sie umfasst in dieser Systematisierung die komplette regelbasierte Marketing Automation, also beispielsweise den Ablauf einer (Re-)Targeting-Kampagne. Zur Erleichterung sollte eine Predictive Engine anhand von historischen Daten das Kundenverhalten und den Wert des Kunden prognostizieren. Mittels verschiedener Attributions-Modelle lässt sich außerdem der Wert jedes einzelnen Werbemittels in einer Customer Journey hochrechnen. Auf diese Weise kann mittels Bid-Management und Programmatic Buying in den Kanälen Display (Web, mobile und social) und Search Medialeistung automatisiert eingekauft werden.
- UX-Personalisierung. Hierunter sind alle Funktionen zu verstehen, die zur Individualisierung der User Experience führen. Damit ist beispielsweise die dynamische Gestaltung des Frontends durch eine Shop- und CMS-Anbindung gemeint. Ebenso die dynamische Bannergestaltung, die wiederum ein Digital Asset Management erfordert. Zuletzt muss eine Personalisierung durch Testing und Optimierung (A/B- und mulitvariate Testings) systematisch unterstützt werden.
- Integrationsfähigkeit. Aufgrund der dargestellten Funktionsfülle und Komplexität kann es kaum gelingen, eine einzige Software-Lösung für alle Unternehmsanforderungen zu entwickeln. In vielen Fällen muss die Marketing-Suite daher mit bestehenden Systemen interagieren oder in einer Einzeldisziplin einer Software weichen, die die speziellen Erfordernisse des Unternehmens besser erfüllt. Daher muss die Architektur einer Enterprise Marketing-Software immer auch vorsehen, sich selbst bestmöglich in bestehende Systeme zu integrieren.
Im Folgenden hat iBusiness insgesamt 27 Marketing-Suites darauf hin untersucht, inwieweit ihr Funktionsumfang das Versprechen einlösen kann, ein kundenzentriertes 360-Grad-Marketing zu liefern. In dieser Analyse wurde ausschließlich der Funktionsumfang, nicht die Qualität der Lösung geprüft. Zwölf Kandidaten haben wir nach einer ersten Sichtung einer genaueren Betrachtung unterzogen. Die Systeme wurden dabei in jeder Kategorie danach bewertet, ob dieses Funktions-Set vorhanden, umfangreich vorhanden oder (nahezu) vollständig implementiert ist.
Adobe Marketing Cloud
| Bewertung nach Vollständigkeit | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | |||
| Data-Management | |||
| Kampagnenmanagement | |||
| Marketing-Intelligence | |||
| UX-Personalisierung | - | ||
| Integrationsfähigkeit | - | ||
| Gesamtwertung | |||
| Bemerkung: Adobes Marketing Cloud leistet sich kaum Schwächen. Auf hohem Niveau ausbaufähig ist allenfalls die Integrationsfähigkeit - insbesondere in Shopsysteme. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Die Data-Management-Plattform (hier "Audience Manager" genannt) kombiniert alle Datenquellen an zentraler Stelle und stellt den Kunden (wie der Name schon sagt) in den Mittelpunkt. Regelbasierte Marketing Automation über die Kanäle Search, Display, Mobile und Social sind im Kampagnenmanagement ebenso vorgesehen wie automatische Gebotsoptimierung. Die UX-Personalisierung wird durch das Modul "Experience Manager" sichergestellt, das auf Websites, Digital Assets zur Werbemittelgestaltung, Apps, E-Commerce-Anwendungen und Formulare zugreifen kann. Testing und Optimierung erledigt das Modul "Target", ein ausführliches Social-Media-Monitoring und die Möglichkeit, TV-Werbung einzubinden, runden das Paket ab.
Zusammengefasst: Der Funktionsumfang der Adobe Marketing Cloud ist nahezu vollständig. Es gibt nur wenige Einzeldisziplinen, in denen andere Lösungen die Nase vorn haben (etwa: Big-Data-Analyse). Eine Frage der Philosophie bleibt allerdings, ob der Suite-Ansatz von Adobe gefällt. Er geht auf Kosten der Vernetzbarkeit. Adobes Marketing Cloud integriert sehr viele Funktionen, ist aber nicht in dem Sinne integrierbar, als die Suite gerne anderen Einzellösungen die Führung überlassen möchte.
Artegic Elaine Five
| Bewertung nach Vollständigkeit | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | |||
| Data-Management | |||
| Kampagnenmanagement | - | - | |
| Marketing-Intelligence | - | ||
| UX-Personalisierung | - | - | |
| Integrationsfähigkeit | |||
| Gesamtwertung | - | ||
| Bemerkung: Stärken in den Dialogmarketing-Kanälen, Schwächen in Display, Social Media und User-Experience. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Auch der kundenzentrierte Ansatz ist bei Elaine verinnerlicht. Kernstück des Systems ist das "Live Customer Relationship Management". Hier laufen alle relevanten Daten zusammen. Allerdings merkt man Artegic seinen Ursprung noch sehr deutlich an. Das Unternehmen kommt aus dem Dialogmarketing und versteht sich auf diese Anforderungen am besten. Push-Kanäle werden optimal unterstützt. Das gilt insbesondere für E-Mail-Marketing. Aber bereits bei Social-Media- und Mobile- und Performance-Marketing zeigen sich erhebliche Schwächen. Auch diese Kanäle werden insbesondere als Push-Medium verstanden. Heißt: Es werden ausschließlich Nachrichten versendet. Social-Media-Monitoring oder Cross-Device-Kampagnenmanagement sind nicht vorgesehen. Externe Lösungen müssen auch für Gebotsmanagement, UX-Management, Data Mining etc. eingebunden werden.
Zusammengefasst: Artegic Elaine ist seine Herkunft aus dem Dialog-Marketing deutlich anzumerken, versteht sich zugleich aber als Plattform, in die sich weitere Werkzeuge (z. B. IBM SPSS) integrieren lassen. So lässt sich nach dem Best-of-Breed-Konzept eine umfassende Marketing-Lösung erstellen, die im Kern die Datenintegration von Artegic nutzt.
Emarsys
| Bewertung nach Vollständigkeit | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | - | ||
| Data-Management | - | ||
| Kampagnenmanagement | - | - | |
| Marketing-Intelligence | - | ||
| UX-Personalisierung | - | - | |
| Integrationsfähigkeit | - | ||
| Gesamtwertung | -# | - | |
| Bemerkung: Unvollständige Unterstützung der Bereiche Display, Media-Buying und Search. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Zusammengefasst: In den wichtigsten Grundanforderungen (Kundentzentriertheit, Datenintegration) entspricht die Software den Anforderungen. Deutliche Schwächen leistet sie sich allerdings bei den ausgespielten Kanälen und den Automatisierungsfunktionen.
Experian
| Bewertung nach Vollständigkeit | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | - | ||
| Data-Management | |||
| Kampagnenmanagement | - | - | |
| Marketing-Intelligence | - | - | |
| UX-Personalisierung | - | - | |
| Integrationsfähigkeit | - | ||
| Gesamtwertung | - | - | |
| Bemerkung: Verbesserungswürdige CRM-Integration, Unterstützung der Bereiche Display und Search unvollständig. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Zusammengefasst: Auch bei Experian fehlen noch wesentliche Funktionen, um als umfassende Enterprise-Marketing-Suite durchzugehen. Die Lösung kann eher in den Einzeldisziplinen überzeugen und lässt sich als solche installieren.
IBM / Silverpop
| Bewertung nach Vollständigkeit (hier: IBM) | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | - | ||
| Data-Management | |||
| Kampagnenmanagement | - | ||
| Marketing-Intelligence | |||
| UX-Personalisierung | |||
| Integrationsfähigkeit | |||
| Gesamtwertung | |||
| Bemerkung: IBM kann bei seiner Marketing-Plattform mit Funktionsfülle punkten. Ob sich die einzelnen Module allerdings zu einem runden Ganzen fügen, muss sich erst noch beweisen. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
| Bewertung nach Vollständigkeit (hier: Silverpop) | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration: | - | ||
| Data-Management | |||
| Kampagnenmanagement | - | - | |
| Marketing-Intelligence: | - | ||
| UX-Personalisierung | - | - | |
| Integrationsfähigkeit | |||
| Gesamtwertung | - | ||
| Bemerkung: Die Lösung ist Dialogmarketing-lastig und lässt viele Lücken im Bereich Display-Marketing, Mobile und Social. Hervorzuheben ist die CRM-Integration. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Zusammengefasst: Die IBM-Strategie ergibt derzeit noch ein etwas uneinheitliches Bild - aus dem aber etwas Großes entstehen kann. Schließlich mangelt es keinesfalls am Funktionsumfang - aber unter Umständen an einer nahtlosen Integration.
Ignition One Digital Marketing Suite 3.0
| Bewertung nach Vollständigkeit | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | |||
| Data-Management | |||
| Kampagnenmanagement | |||
| Marketing-Intelligence | |||
| UX-Personalisierung | - | ||
| Integrationsfähigkeit | |||
| Gesamtwertung | |||
| Bemerkung: Ignition One leistet sich keine offenen Flanken - alle Anforderungen werden - zumindest dem Umfang nach - erfüllt. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Zusammengefasst: Dem Funktionsumfang nach zu urteilen befindet sich Ignition One in der absoluten Oberliga.
Intelli-Ad
| Bewertung nach Vollständigkeit | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | - | - | |
| Data-Management | - | ||
| Kampagnenmanagement | - | ||
| Marketing-Intelligence | - | ||
| UX-Personalisierung | - | - | |
| Integrationsfähigkeit | - | - | |
| Gesamtwertung | - | - | |
| Bemerkung: Der Schwerpunkt dieser Lösung liegt im Display-Marketing und Programmatic Buying. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Zusammengefasst: Der Funktionsumfang von Intelli-Ad ist nicht überbordend, kann aber für weniger komplexe Anforderungen genügen. Insbesondere im Display-Marketing gibt es wenig Vergleichbares.
Oracle Marketing Cloud
| Bewertung nach Vollständigkeit | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | |||
| Data-Management | |||
| Kampagnenmanagement | |||
| Marketing-Intelligence | |||
| UX-Personalisierung | - | ||
| Integrationsfähigkeit | |||
| Gesamtwertung | |||
| Bemerkung: Die Funktionsfülle der Oracle Plattform ist überragend. Die Einzellösungen überlappen sich aber und scheinen auf den ersten Blick wenig harmonisch abgestimmt. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Zusammengefasst: Oracles Marketing Cloud leistet sich im Funktionsumfang nur wenige Schwächen - ob sie aber auch einer strategischen Vision folgt, muss sich noch beweisen.
Salesforce (Exacttarget) Marketing Cloud
| Bewertung nach Vollständigkeit | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | |||
| Data-Management | |||
| Kampagnenmanagement | - | ||
| Marketing-Intelligence | - | ||
| UX-Personalisierung | - | ||
| Integrationsfähigkeit | |||
| Gesamtwertung | - | ||
| Bemerkung: Bidding, Programmatic Buying, Display, Content-Creation, Digitale Asset Management schwach oder gar nicht vorhanden. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Im Mittelpunkt steht die Data Management Platform, die Integration und Konsolidierung kundenbezogener Daten aus CRM, Webanalyse und Social Media ermöglicht. Mittels des "Audience Builder" lassen sich die Daten in Echtzeit filtern und segmentieren. Der "Journey Builder" arbeitet Marketing-Regeln auf Basis des Kundenverhaltens ab, kann verschiedene Attributionsmodelle berücksichtigen, Multi-Device-Tracking vornehmen und auch auf Aktivitäten in Apps reagieren. Zum Lead-Management steht ebenso ein eigenes Modul zur Verfügung wie für das Social-Media-Monitoring und -Kampagnen-Management. Zudem gibt es umfangreiche Content-Personalisierungsfunktionen, um die richtigen Inhalte zum richtigen Zeitpunkt ausspielen zu können. Die Integrationsfähigkeit ist hoch, ein eigener Marketing-Hub soll zudem Drittanbieter-Anwendungen leicht zugänglich machen.
Zusammengefasst: Schwächen leistet sich Salesforce im Bereich Search- und Display-Marketing. Banner-Kampagnen können lediglich in Social-Media-Umfeldern (Facebook und Twitter) automatisiert werden, Bid-Management für Search oder Programmatic Buying sind ebenso wenig vorgesehen wie dynamisch kreierte Ads oder eine Verwaltung von Digital Media Assets.
Teradata Integrated Marketing Cloud
| Bewertung nach Vollständigkeit | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | |||
| Data-Management | |||
| Kampagnenmanagement | - | - | |
| Marketing-Intelligence | - | ||
| UX-Personalisierung | - | - | |
| Integrationsfähigkeit | |||
| Gesamtwertung | - | ||
| Bemerkung: Kein Social-Media-Monitoring, Bid-Management, Programmatic Buying, Digital Media Asset. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Teradata bietet damit zwar eine tiefe Integration in die Unternehmens-IT, der Funktionsumfang der Marketing-Suite selbst lässt jedoch noch deutlich Raum für Erweiterungen: Search- und Display-Kampagnen werden kaum unterstützt. Funktionen für Bid-Management und die Einbindung von Programmatic Buying fehlen ebenso wie die einfache Personalisierung von Shop-Systemen oder Websites, die über die Erzeugung von Landingpages für EMail-Kampagnen hinausgeht. Auch eine Personalisierung von Werbemitteln mit dynamischer Bannergestaltung und Digital Asset Management ist nicht vorgesehen.
Zusammengefasst: Teradata integriert die Marketing-Intelligence tief in die Unternehmens-IT (die am besten von Teradata stammt). Um daraus ein schlagkräftiges Marketinginstrument zu machen, müssen jedoch zahlreiche Zusatzprodukte implementiert werden.
Turn
| Bewertung nach Vollständigkeit | |||
|---|---|---|---|
| Datenintegration | - | ||
| Data-Management | - | ||
| Kampagnenmanagement | - | - | |
| Marketing-Intelligence | - | ||
| UX-Personalisierung | - | - | |
| Integrationsfähigkeit | - | ||
| Gesamtwertung | - | ||
| Bemerkung: Fokus auf Display-Kampagnen. UX-, Search-, E-Mail-, Permission-Marketing und Social-Media-Integration fehlen oder sind schwach. Legende: Die Haken stehen für die Werte "vorhanden", "umfangreich", "nahezu vollständig" | |||
Zusammengefasst: Der Funktionsumfang von Turn ist weit fortgeschritten, solange es um Display-Advertising geht. Für einen echten 360-Grad-Blick fehlen allerdings Funktionen zur Content- und Shop-Personalisierung, sowie zum Permission-Marketing. Social-Media-Monitoring könnte weitere Insights liefern. Das Kampagnenmanagement für Search-, E-Mail- und Social-Media-Kampagnen könnten ausgebaut werden.
Folgende Software wurde in dieser Untersuchung ebenfalls geprüft, aber nach einer ersten Prüfung nicht weiter evaluiert:
| Herststeller / Lösung | Ausschlusskriterium |
|---|---|
| Apteco Fast Stats | Marketing-Lösung auf Datenanalyse und Automation fokusiert / kein Suite-Ansatz |
| Aptean / CDC Software | Der Hersteller von BI-Software schöpft die Integrationsmöglichkeiten seiner Marketing-Lösung (noch) nicht aus. Keine umfassende Lösung. Auf Mai fokussiert. |
| Cleverreach | Marketing-Lösung ausschließlich auf EMail-Marketing foussiert. Als Einzellösung geeignet. |
| SC-Networks Evalanche | Marketing-Lösung für Permission-Marketing / Leadgenierung. Unterstütz ausschließlich den Kanal E-Mail. Kein umfassender Suite-Ansastz. |
| Graphic Mail | E-Mail Marketing-Lösung ohne Anspruch auf umfassende Marketing-Automation. | Hybris | Vielversprechender Ansatz: Als SAP-Company und Hersteller eines führenden Shopssystems hat Hybris das Zeug dazu, eine nahtlos integrierte Marketing-Lösung zu entwickeln. Noch ist das Projekt zu jung, um es beurteilen zu können. |
| Mission One | CRM und Kampagnen-Management bilden ein leistungsfähiges Marketing-Framework, in das weitere Lösungen integriert werden, um eine umfassende Suite-Lösung zu erstellen. |
| Optivo | Auf E-Mail-Marketing fokussiert. Kein umfassender Suite-Ansatz. |
| Red Eye | In der Lösung werden die Kanäle E-Mail und Website verknüpft. Kein echter Multi-Channel-Ansatz. |
| Return Path | EMail- und Permission-Automatisierung. Kein umfassender Suite-Ansatz |
| SDL | User Analytics und Customer Experience-Lösungen, keine umfassende Marketing-Lösung. |
| Selligent | Stark Permission-Markting-orientierte Lösung. Kein ganzheitlicher Marketing-Suite-Ansatz |
| Sitecore | Auf Content-Marketing und User-Experience fokussierte Lösung. Kein Suite-Ansatz. |
| Marine Software | Fokussierung auf Bid-Management für Display-, Search-, Social-Advertising. Kein umfassender Suite-Ansatz |
