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Interaktiv-Trends 2017/2018 (7): Künstliche Intelligenz
23.12.2016 In den nächsten zwei Jahren wird die Entwicklung künstlicher Intelligenz Fahrt aufnehmen. Während sie heute nur in Details unseres täglichen Lebens steckt, soll die Entwicklung in großen Schritten voranschreiten.
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Viele Anwendungen in der Interaktivbranche
Das befürchtet offenbar auch Steven Hawking, der in einem Blogbeitrag vom Anfang Dezember 2016 Endzeitstimmung verbreitet: Er schreibt, dass mit dem Aufstieg von Künstlicher Intelligenz das Wegfallen von Arbeitsplätzen bis in die Mittelklasse vordringt. Von der anderen Seite betrachtet, kann künstliche Intelligenz viele Prozesse vereinfachen und Kosten sparen. Zum Beispiel in der Interaktivbranche: im Targeting und im automatisierten Marketing, im Kundenservice, in Chatbots, im Texten, Journalismus und Content Marketing. In all diesen Bereichen setzt die Branche große Hoffnung in die künstliche Intelligent.Ein Beispiel, wie rasant die Entwicklung voranschreitet, sind Chatbots: Erst im Frühjahr 2016 hat Facebook das Thema Chatbots für die Kundenkommunikation angestoßen. Damals ermöglichte das soziale Netzwerk Unternehmen erstmals, Chatbots in den Facebook Messenger zu integrieren. Stand November 2016 waren bereits 34.000 solcher Facebook-Messenger-Bots aktiv, einige davon in Deutschland. Und das scheinbar mit Erfolg: Einer aktuellen Umfrage von NextMedia Hamburg zufolge ist ein Großteil der Nutzer mit der Chatbot-Interaktion zufrieden. Auch wenn sie von echter Mensch-zu-Mensch-Kommunikation noch weit entfernt ist.
Die Akzeptanz der Menschen ist da - aber in Grenzen
Und auch ganz allgemein scheint künstliche Intelligenz bei einem großen Teil der Bevölkerung akzeptiert zu sein: 63 Prozent der Bundesbürger halten künstliche Intelligenz in elektronischen Geräten der Zukunft für eine gute Idee. Den Verbrauchern ist allerdings wichtig, dass die smarten Helfer ihre Grenzen kennen: 84 Prozent wollen, dass intelligente Haushalts-Roboter, smarte Autos oder Medizin-Elektronik den Menschen assistieren - nicht aber das eigene Denken überflüssig machen. Das sind Ergebnisse des Electronica Trend-Index 2020, für den 7.000 Verbraucher in sieben Ländern, darunter 1.000 Deutsche bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.In den kommenden zwei Jahren werden wir dementsprechend einen deutlichen Entwicklungssprung in Sachen künstliche Intelligenz sehen. Algorithmen werden nicht nur das Marketing verbessern und passgenauer, individueller ausspielen. Sie werden immer größere Teile der industriellen Produktion automatisieren. Sie werden in der Pflege Einzug finden, in der Forschung, in der Finanz- und Versicherungsbranche, in Sicherheitssystemen, in persönlichen Agenten und in vielen Anwendungen mehr. Auf lange Sicht werden wir intelligente Algorithmen in allen digitalen Geräten, Netzen und Lösungen finden - und in den nächsten 24 Monaten wird ihre Entwicklung voraussichtlich die größten Fortschritte machen.

