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Interaktiv-Trends 2017/2018 (8): Neue Strategien bei Ads und Adblocking
27.12.2016 Der Trend zum Adblocking wird 2017 anhalten. Analog dazu werden Verlage 2017 immer mehr Strategien ins Feld führen, um die Erosion der Werbeeinnahmen durch Adblocking zu verhindern. Was das konkret für das kommende Jahr bedeutet.
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Das Adblocking mit moralischem Unterbau dagegen hat zumindest bei der Financial Times nach eigenen Angaben erstaunlich viel gebracht: Spricht man die Moral der Nutzer mit verschiedenen Texthinweisen an, lassen sich 40 bis 70 Prozent der Nutzer animieren, den Adblocker auf Aus zu schalten.
Eine ganz andere Moral hat ein Burda-Vorstoß von Ende 2016 im Auge: Die Moral der Vermarkter. Die sollen bitte bessere Werbung machen und weniger davon verkaufen - zu einem höheren Preis. So sieht Burdas unter dem Schlachtruf 'Goodvertising' ausgegebene Vision einer besseren und lukrativeren Online-Werbewelt aus.
Das wahrscheinlichste Szenario indes, das sich bereits in Budgetprognosen widerspiegelt, ist: Mehr unblockbare native und Content-basierte Werbung, die aber auf Dauer die Verlagsmarken aushöhlen - zum einen in puncto Glaubwürdigkeit, zum anderen in Sachen Existenzberechtigung - denn die logische Fortsetzung von Native ist Corporate Publishing, das keine Reichweitengeneratoren wie Zeitungen mehr braucht, sobald es eigene organische Reichweiten aufgebaut hat.
