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E-Commerce: Positive Einkaufserfahrung ist Kunden wichtiger als der Preis
20.12.2006 Wie eine aktuelle Studie jetzt zeigt, dulden Internetnutzer keine schlechte Usability in Onlineshops. Shopbetreiber verlieren potenzielle Kunden umgehend an die Konkurrenz, wenn etwa zu lange Ladezeiten das Shoppingerlebnis schmälern. Shopbetreiber sollten daher unbedingt auf ihre Shop-Usability achten. Denn gerade schlechte Einkaufserfahrungen machen der Studie nach im Web besonders schnell die Runde.
Interessant: Selbst verlockende Angebote wie kostenfreier Versand können eine schlechte Performance nicht mehr wettmachen. "Wenn einem Käufer in einem Onlineshop keine positive Kauferfahrung vermittelt wird, ist die Konkurrenz nur einen Mausklick entfernt", warnt Kai Ahrendt, Geschäftsführer von Gomez in Deutschland. Seiner Einschätzung nach lassen sich die Ergebnisse der Studie eins zu eins auf den deutschen Markt übertragen: "Käufer im Netz sind gnadenlos und haben extrem hohe Ansprüche." Eine positive Online-Erfahrung beim Shopbesuch ist ihm zufolge für Kunden wichtiger als etwa das Vertrauen in eine bestimmte (Shop-)Marke oder die Aussicht auf Schnäppchen.
Die Studie von Gomez zeigt auch den immensen Einfluss von Mund-zu-Mund-Propaganda im E-Commerce. Generell gilt: Schlechte Nachrichten verbreiten sich schnell. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) würden fünf oder noch mehr Leuten erzählen, wenn sie eine schlechte Online-Erfahrung in einem Shop gemacht hätten. Aber nicht nur die Verursacher von Usability-Wüsten im E-Commerce bekommen die Auswirkungen von schlechter Mund-zu-Mund-Propaganda zu spüren. Mangelhafte Online-Erfahrungen schaden der Studie zufolge sogar generell dem stationären Einzelhandel. Laut Gomez recherchieren die Befragten durchschnittlich 30 Prozent ihrer gesamten Einkäufe online. 64 Prozent der Befragten berichten, dass einen Einkauf ganz aufgeben oder zumindest noch einmal überdenken werden: Wenn sie bei ihrer Recherchen zuvor eine unzufriedenstellende Online-Erfahrung gemacht haben.
Für die Studie hat Gomez über 1.100 US-amerikanische Onlineshopper befragt.
