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Onlinewerbung: Streit der Verbände geht in die nächste Runde
11.01.2007 Beim BVDW hat die aktuelle Onlinewerbestatistik des IT-Branchenverbands BITKOM für mächtig Ärger gesorgt. In einer ungewöhnlich scharfen Form wirft der BVDW jetzt dem BITKOM vor, falsche Zahlen zu veröffentlichen, die für die Entwicklung der Branche abträglich seien.
Laut dem Onlinevermarkterkreis (OVK) im BVDW haben die Online-Werbeumsätze im Jahr 2006 einen Wert von 1,65 Milliarden Euro erreicht. 785 Millionen Euro davon sind über klassische Online-Werbung wie Bannerwerbung zu Stande gekommen. Wie der BITKOM als Verband der IT-Großunternehmen aber berichtete, sind im vergangenen Jahr angeblich lediglich 480 Millionen Euro in klassische Online-Werbung investiert worden (iBusiness berichtete. Konfrontiert mit den OVK-Angaben hatte der BITKOM argumentiert, dass die hauseigenen Zahlen "den Markt realistischer abdecken" würden. Und im Umkehrschluss unterstellt, dass sich der OVK bei seinen Zahlen zu optimistisch zeigt.
Verhindern, dass falsche Zahlen die Runde machen, kann der BVDW nach eigener Aussage auch in Zukunft nicht. Um die Aussagekraft seiner Zahlen zu stärken, will der BVDW allerdings künftig kommunizieren, wie die Umsätze ermittelt werden.
Die Zahlen für das Segment klassische Online-Werbung basieren beim BVDW auf der Online-Werbestatistik von Nielsen Media . Hierzu melden derzeit rund 25 Online-Vermarkter aus ihren Buchungssystemen die konkreten Brutto-Umsätze monatlich an Nielsen Media. Das von den Vermarktern an Nielsen gemeldeten Buchungsvolumen deckt nach OVK-Berechnungen etwa 75 Prozent des Marktes ab. Der OVK nimmt eine eigene Hochrechnung der Nielsen-Zahlen auf 100 Prozent vor.
