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Online-Werbung 2006: Umsätze übertreffen OVK-Prognose
23.01.2007 Online-Werbung 2006, die Dritte: Jetzt hat der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BDVW die Umsätze der klassischen Online-Werbung für das Jahr 2006 ermittelt. Das Ergebnis: Die tatsächlichen Online-Werbeumsätze liegen sogar deutlich über den vom OVK prognostizierten Umsatzerwartungen. Und: Die Werbeumsätze fallen beinahe doppelt so hoch aus, wie der IT-Branchenverband BITKOM vor zwei Wochen noch wahr haben wollte.
Vor zwei Wochen hatte die aktuelle Online-Werbestatistik des IT-Branchenverbands BITKOM beim BVDW für mächtig Ärger gesorgt. 480 Millionen Euro (exklusive Investitionen in Affiliate- und Suchmaschinen-Marketing) seien 2006 in klassische Online-Werbung investiert worden, verlautete der Verband der IT-Großunternehmen. In einer ungewöhnlich scharfen Form hatte der BVDW daraufhin dem BITKOM vor, falsche Zahlen zu veröffentlichen, die für die Entwicklung der Branche abträglich seien. "Es ist für die Entwicklung unser Branche abträglich, wenn viel zu niedrige Zahlen in den Markt getragen werden, die zudem überhaupt nicht belegt sind", ärgerte sich BVDW-Präsident Arndt Groth .
Die Zahlen für das Segment klassische Online-Werbung basieren beim BVDW auf der Online-Werbestatistik von Nielsen Media . Hierzu melden derzeit rund 25 Online-Vermarkter aus ihren Buchungssystemen die konkreten Brutto-Umsätze monatlich an Nielsen Media. Laut Nielsen haben deutsche Marketing-Verantwortlichen 2006 rund 692 Millionen Euro in klassische Online-Werbung investiert. Das von den Vermarktern an Nielsen gemeldeten Buchungsvolumen deckt aber nach OVK-Berechnungen etwa 75 Prozent des Marktes ab. Der OVK nimmt eine eigene Hochrechnung der Nielsen-Zahlen auf 100 Prozent vor.
