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Checkout: Das Bermuda-Fünfeck der Konversionsraten

03.02.2012 Jeder dritte Warenkorb erreicht nicht die virtuelle Kasse. Dabei hängt eine hohe Konversionsrate vor allem von einem gut funktionierenden Check-out-Prozess ab. Erfahrungen zeigen: Die Kunden gehen nicht in einem Bermuda-Dreieck verloren. Vielmehr ist es eher ein Fünfeck.

 (Bild: Academic.ru)
Bild: Academic.ru
Die geheimnisvolle Zone, in der die Sales verschwinden ist kein Bermuda-Dreieck, sondern ein Checkout-Fünfeck (Bild: Academic.ru)
Bild: Academic.ru
Die geheimnisvolle Zone, in der die Sales verschwinden ist kein Bermuda-Dreieck, sondern ein Checkout-Fünfeck
Um dem Nutzungsverhalten potenzieller Kunden schnell und effektiv gerecht zu werden, müssen die einzelnen Bestandteile des Shops auf die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzer abgestimmt werden: angefangen bei der Startseite über Shop-Detailseiten bis hin zu einem reibungslosen und intuitiven Bestellvorgang. Nur so können Online-Shop-Betreiber sich langfristig am hart umkämpften Markt beweisen. Doch was erwarten Ihre Kunden wirklich vom Check-out-Prozess?

Ein unübersichtlicher Check-out-Bereich, komplizierte Formulare oder fehlerhafte System-Validierungen sind die stärksten Umsatzkiller. Hierdurch gehen Kunden mit dem größten Kaufpotenzial nicht selten verloren. Ist der digitale Kassenbereich nicht optimal und intuitiv aufgebaut, brechen viele Kunden ihren Bestellvorgang ab und Shopbetreibern entgehen potenzielle Umsätze. Eine gezielte Konversionsraten-Optimierung macht den Bestellprozess messbar und verbessert diesen nachhaltig.

Das Bermuda-Dreieck Check-out ist in vielen Shops zu finden. Hundert deutsche Onlineshops hat Marktforscher Eresult    auf ihren Check-out-Prozess untersucht. So können Kunden beispielsweise nur bei 38 Prozent der Shops angeben, dass die Bestellung ohne das Anlegen eines Kundenkontos fortgesetzt werden soll.

Neben einem einfachen Bestellvorgang spielt für deutsche Onlineshopper Vertrauen beim Einkauf eine zentrale Rolle: 79 Prozent lassen sich beim Kauf nicht nur vom Preis (80 Prozent), sondern vor allem auch von der Zertifizierung des Shops durch ein Gütesiegel beeinflussen. Dies ergab eine Verbraucherbefragung, die im März 2011 unter 1.100 Internetnutzern im Rahmen des Ernst & Young Handelsbarometers durchgeführt wurde. "Datensicherheit und entsprechende Zertifizierungen nehmen im Onlinehandel einen immer größeren Stellenwert ein. Besonders kleine und mittelständische Shopbetreiber stehen damit vor einer Herausforderung, die selbst für große Konzerne ein Problem darstellt", argumentiert Alexander Ringsdorff , Berater bei der ECommerce-Plattform Rakuten  .

Gerade die für Händler risikoreichen Zahlungsarten wie der Rechnungskauf seien nach Ringsdorff für die Konversion entscheidend, denn häufig brechen Kunden den Kauf ab, wenn die von ihnen favorisierte Zahlungsart nicht dabei ist. "Kennen Sie die Wünsche Ihrer Kunden, denken Sie kundenfreundlich - auch bei den Zahlungsarten", rät Ringsdorff. "Aktuelle Studien zeigen, dass vor allem der Rechnungskauf bei jenen Händlern, die ihn anbieten, das bei Kunden meistgenutzte Bezahlverfahren ist."

Mein Loch, das hat fünf Ecken, fünf Ecken hat mein Loch

Das Bermuda-Dreieck des Konversionsprozesses im Check-out hat tatsächlich fünf Ecken:
Thema: Checkout: Das Bermuda-Fünfeck der Konversionsraten
1. Teil: Konversion, die erste: Usability 2. Teil: Konversion, die zweite: Bestell-Durchleitung 3. Teil: Konversion, die dritte: Testing 4. Teil: Konversion, die vierte: Vertrauen 5. Teil: Konversion, die fünfte: Sicherheit 6. Teil: Checkliste Check-out: Zehn umsatzsteigernde Service-Funktionen im Check-out-Prozess

Kommentar von Joachim Graf

Draußen gibts nur Kännchen!

Das Standardargument dafür, dass Deutschland eine Servicewüste ist ("Draußen gibts nur Kännchen") gilt im deutschsprachigen Restaurantbetrieb schon lang nicht mehr. Wohl aber im E-Commerce.

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Joachim Graf (Michael Poganiatz)
Bild: Michael Poganiatz
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