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Deutsche Onlinewerbung zwischen Bunt-Washing und Ahnungslosigkeit - Video-Podcast
25.06.2021 Regenbogen in der Unternehmenskommunikation einsetzen, aber Werbung schalten auf Hass- und Hetzseiten: Das Problem deutscher Marken mit der Doppelmoral wird immer größer. Vor allem ein Unternehmen ist dafür verantwortlich.
Was haben die Unternehmen Gustavo Gusto , Frosta , Samsung , Kind Hörgeräte , Novartis , Salt Mobile , TUI , L-Bank Baden Württemberg , Avis und Radisson Hotels gemeinsam? Sie alle werden unter dem Hashtag #Stopfundinghatenow aufgeführt, weil sie programmatische Werbung auf bekannten Hass- und Fake-News-Seiten ausspielen. Und das alleine in den vergangenen zwei Tagen.
Nun ist Werbung in unerwünschten Umfeldern kein neues Problem - iBusiness hat immer wieder über das Problem berichtet ("Wie deutsche Marken absolut nichts tun, um ihr Image zu schützen"). Aber ein mit zunehmender Automatisierung der Abläufe in der Werbeschaltung offensichtlich dringender werdendes. Mit der Aktion #StopFundingHateNow haben die beiden Werbeexperten Thomas Koch und Michael Maurantonio hierzulande aufgedeckt, welche Unternehmen - unwissentlich oder ignorant - mit ihren Werbeschaltungen Seiten finanzieren, die Hatespeech, Fake-News und rassistische Inhalte verbreiten.
(Video: HTV)
In unserem Video-Podcast diese Woche diskutieren iBusiness-Analystin Christina Rose und Herausgeber Joachim Graf über Ignoranz, Probleme bei Blacklists und die unselige Rolle von Google .
Außerdem gehen Sie der Frage nach, warum es bei automatisierter Werbeschaltung offenbar eine Risikoabwägung gibt (und sich Unternehmen wie Mediaagenturen hier für die Effizienz entscheiden). Sind handwerkliche Fehler beim Arbeiten mit Black- und Whitelists passiert, die sich vermeiden lassen? Oder verlassen sich hochbezahlte Markenverantwortliche und Mediadienstleister viel zu sehr auf die einstellbaren Qualitätsfilter der Netzwerke, um die Markensicherheit zu gewährleisten?

