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Interaktiv-Trends 2015/2016 (9): Wearables

24.12.2014 In den nächsten 24 Monaten wird die Verbreitung von Wearables stark ansteigen. Das Weihnachtsgeschäft 2014 hat den Startschuss dafür gegeben.

 (Bild: Samsung)
Bild: Samsung

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Hardware-Hersteller und Technik-Konzerne pumpen zurzeit Milliarden in die Entwicklung von Wearables. Dementsprechend sehen wir fast wöchentlich neue Geräte am Markt. Zwar waren die Verbraucher 2014 noch zögerlich und warten zurzeit noch vielfach ab, bis die Technik von Fitnesstrackern, Smartwatches, intelligenter Kleidung und smarten Brillen Alltagstauglichkeit erreicht. Doch bis Ende 2016 werden zumindest einige von ihnen in der Masse angekommen sein.

Sensoren im Mund, intelligente Kleidungsstücke und smarte Implantate werden zwar wohl noch länger auf sich warten lassen. Aber für intelligenten Schmuck, Smartglasses - auch wenn das Interesse an Googles Glass inzwischen zu sinken scheint -, intelligente Audiogeräte, Smartwatches und Fitnesstracker ist der Startschuss bereits gefallen. Allein an Weihnachten 2014 sollen knapp eine Million Wearables unter deutschen Christbäumen gelegen haben, hat Samsung   prognostiziert. Davon sind 16 Prozent Smartwatches, 34 Prozent Fitnesstracker und 41 Prozent sonstige intelligente medizinische Geräte.

Prognose: Der Wearables-Markt in Deutschland Weihnachten 2014,
Prognose: Der Wearables-Markt in Deutschland Weihnachten 2014, (Grafik: Samsung)
Vor allem die Verknüpfung von Gesundheitsanwendungen mit der Gaming-Industrie dürfte angesichts des Trends zur Selbstvermessung ein lukrativer Markt sein: "Es wird spannend, wenn Sie die vier Trilliarden Dollar schwere Gesundheitsindustrie mit den drei Trilliarden Dollar der Telekommunikations-Industrie mischen und dabei noch die 69 Milliarden Dollar der Gaming-Industrie involvieren", rechnet Peter Ohnemus, Gründer der Quentiq AG, die in Dacadoo   aufgegangen ist.

Diese Entwicklung ist in vollem Gange. Zum Beispiel die Generali-Gruppe   kündigte im November 2014 als erstes großes europäisches Versicherungsunternehmen an, den Lebensstil seiner Kunden mit elektronischen Mitteln wie Fitness-Apps kontrollieren zu wollen. In einem ersten Schritt erhalten die Versicherten Gutscheine und Geschenke, wenn sie ihre Daten regelmäßig übermitteln und sich gesundheitsbewusst verhalten haben. In Zukunft seien aber auch Prämiennachlässe beim Versicherungsschutz möglich. Ab 2016 könnte es soweit sein.

So groß ist das Interesse deutscher Internet-Nutzer an Wearables
So groß ist das Interesse deutscher Internet-Nutzer an Wearables (Grafik: Tomorrow Focus Media)
Auch App-Entwickler und Marketer stehen bereits in den Startlöchern. In den kommenden Jahren werden Waerables als weitere Ausspielgeräte für Displaywerbung hinzukommen. Hier preschte BMW   in Kooperation mit dem Vermarkter IP Deutschland   im Juli 2014 vor: Der Automobilhersteller startete die erste Werbekampagne mit einem 7-sekündigen Interstitial auf der bislang einzigen Nachrichten-App für die Samsung Galaxy Gear-Smartwatch, N-tv  . Und auch Unternehmen und Entwickler werden sich neue Apps für Gaming, Fitnesstracking, News, Social Media etc. einfallen lassen, die die Anwendungsmöglichkeiten der Wearables erweitern.
Thema: Interaktiv-Trends 2015/2016 (9): Wearables

Kommentar von Verena Gründel

Die Technik hat Nachholbedarf

Wenn in den Jahren 2015 und 2016 der Durchbruch der Wearables kommen soll, dann muss die Technik definitiv noch optimiert werden.

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Verena Gründel, iBusiness-Redakteurin (Privat)
Bild: Privat
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